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Wohlstand

Äpfel mit Birnen vergleichen?

DDR

d-rus-mir
Wofür sich ehemalige DDR - Bürger schämen sollten

Es gab nicht das ganze Jahr über Bananen und Apfelsinen. Zugleich war die Bevölkerung gezwungen, auf Grund jahrzehntelang stabiler Preise für Grundnahrungsmittel und Waren des täglichen Bedarfs auf spannende Preisvergleiche zu verzichten.

Es gab viel zu wenig Autos. Die Menschen mussten sich 20 Pfennig vom Munde absparen, um mit Tram, Bus, S-Bahn oder U-Bahn zu fahren.

Die DDR war ein Unrechtsstaat. Sie besaß eine Institution, die sonst in keinem zivilisierten Land auf der Welt existierte, den Geheimdienst. Der Akzent liegt auf dem Wort einen, hat doch jede vernünftige Demokratie – von Israel über die USA bis zur BRD gleich mehrere davon.

Es gab keine Reisefreiheit. Kein Ein-Euro-Jobber (nicht mal einen vermochte man vorzuweisen) konnte – wie heute – problemlos drei- oder viermal im Jahr an die Südsee fliegen. Post und Eisenbahn, Wasser- und Stromversorgung seit Ewigkeiten in Staatshand wurden um die Vorzüge der Privatisierung betrogen.

Man blockierte die freie Arbeitsplatzwahl, indem man eine Mauer errichtete, um im Osten ausgebildete Fachkräfte daran zu hindern, im Westen für die Kapitalisten tätig zu sein. Weder Arbeitslose noch Obdachlose, weder Bettler noch hungernde Kinder sorgten für Abwechslung im Straßenbild.

Das Verhältnis zu Ausländern war ungesund gut. Den eigenen Leuten wurde einfach nicht gestattet, ihre nationale Überlegenheit auszuspielen. Es mangelte an Gewaltverbrechern aller Art, weshalb in Kriminalfilmen nur langweilige „Normaldelikte“ gezeigt werden mussten.

Auch die Freiheit für Kinder und Heranwachsende war drastisch eingeschränkt. In bedauerlicherweise flächendeckend vorhandenen Krippen und Kindergärten wurden die Kleinen gezwungen, ihre Notdurft kollektiv zu verrichten. Man vergällte Halbwüchsigen mit kostenlosen Zirkeln und Arbeitsgemeinschaften den Spaß an der Langeweile und am Herumlungern.

Es gebrach der DDR an der notwendigen Beschränkung der Frauen auf die bewährten drei K`s: Küche, Kirche und Kinder. Die Gleichberechtigung wurde drastisch übertrieben. Es gab keine föderale Bildungsvielfalt, bei der jeder Bezirk (heute Bundesland) über ein eigenes Schulsystem verfügt. Da es an reichen Eltern fehlte, musste auch auf Privatschulen verzichtet werden. Noch schlimmer: Kinder von Arbeitern und Bauern hatten sogar Vorteile bei der Platzvergabe.

Es bestanden nur kümmerliche drei Krankenkassen. Heute weiß man, dass Deutschland mindestens 250 Einrichtungen dieser Art mit entsprechenden Gebäuden, Vorständen, Aufsichtsräten und anderen Attributen braucht. Zur Gartenpflege oder anderen persönlichen Aufgaben musste man den gesamten „SVK-Urlaub“ in Anspruch nehmen. Er stand jedem Arbeitenden zu und betrug sechs Wochen. Ein Zwei- oder Drei-Klassen-Gesundheitswesen war leider völlig unbekannt. Beim Arzt wurde kein Eintrittsgeld erhoben. Zuzahlungen für Medikamente oder Kostenerstattung bei Zahnersatz wurden den Bürgern verwehrt.

Besonders empörend war die flache Einkommenspyramide. Selbst ein Minister verdiente höchstens das Fünffache eines guten Facharbeiters. Und das bei wesentlich längerer Arbeitszeit. Er musste 20 % Lohnsteuer abführen, während sie für einen Arbeiter nur 5 % betrug.

Infolge der indiskutabel niedrigen Mieten – sie betrugen maximal 10 % des Einkommens einer Familie – herrschte lange Zeit Wohnungsmangel. Die Möglichkeit, eine Luxusvilla in vorzüglicher Lage (und, versteht sich, zu entsprechendem Preis) zu erwerben oder zu beziehen, beschränkte der Unrechtsstaat auf Spitzenkünstler. Die Bevölkerung wurde gezwungen, im Haushalt auf Wegwerfgeräte zu verzichten und stattdessen langlebige Industriegüter zu erwerben.

Knapp ein halbes Jahrhundert hinderte man deutsche Soldaten daran, im scharfen Einsatz und möglichst weit vom eigenen Land entfernt ihre kriegerischen Talente zu erproben. Besonders verwerflich war die Teilnahme der DDR als unsichtbarer Dritter am Verhandlungstisch bei Tarifkonflikten in der alten Bundesrepublik.

Der deutsche Unrechtsstaat besaß – im Unterschied zum deutschen Rechts-Staat viel zu wenig Einwohner. Er stellte nur 5 % der Bevölkerung des „Ostblocks“ und nicht mal 0,03 % der Weltbevölkerung. Als gravierendes Manko für die Demokratie erwies sich das völlige Fehlen von Listenwahlen. So konnte sich der Bürger nicht zwischen der List der verschiedenen Listen frei entscheiden.

Besonders übel war die Einführung des berüchtigten Plebiszits, mit dem die neue Verfassung der DDR durch allgemeine Volksbefragung 1968 bestätigt wurde. In der BRD ist ein solcher Missbrauch der Demokratie grundgesetzlich ausgeschlossen.

Als größtes Defizit aber wirkte sich die Tatsache aus, dass man es nicht verstand, allen Bewohnern der DDR die hier geschilderten gravierenden Missstände nachhaltig ins Bewusstsein zu heben.

Sich dafür zu entschuldigen, besteht jeglicher Anlass.

Dr.-Ing. Peter Tichauer

Deutscher Wohlstand ;)

Der oben präsentierte Text inspirierte uns Stellung zu nehmen.
Natürlich steckt eine Menge Sarkasmus darin was zum Nachdenken provoziert.
Wir danken Dr.-Ing. Peter Tichauer aufrichtig für einen humorvollen Rückblick.

Was wir real erlebten stellt sich für uns so dar:

Es waren zwei verschiedene politische Systeme und zwei verschiedene Wirtschaftssysteme dazu. Betriebe in der DDR hatten eine andere Aufgabenstellung als in der BRD. In der BRD waren die Unternehmen profitorientiert, mussten also durch ihr wirtschaften ihr Überleben sichern. Dafür mussten sie Steuern und Abgaben entrichten, aus denen der Staat die Sozialen Aufgaben übernahm, Krankenversicherung, Rente und Arbeitslosenversicherung.

In der DDR übernahmen diese sozialen Aufgaben oftmals die Betriebe, zudem war die Arbeitseinteilung derart, dass alle in einem Beschäftigungsverhältnis waren. Das führte sicherlich dazu, dass die Arbeit nicht so stressig war und man nebenbei oft noch andere Aufgaben erledigen konnte, z.B. Amtsbesuche oder Arztbesuche, die im Westen ausschließlich aus Urlaubszeit bestritten werden mussten. Dafür aber finanzierten die Beschäftigten alle Unbeschäftigten mit.

Auch wenn die DDR-Innovationsfreudigkeit nicht so ausgeprägt war, funktionierten beide Systeme sehr gut nebeneinander. Man konnte sich vom Westen, bei Unternehmen deren falsche Entscheidungen den Konkurs bedeuteten, immer den funktionierenden Teil abschauen und erfolgreich in der DDR umsetzen. Eventuelle Fehlbeträge eines VEB wurden aus dem Staatsäckel ausgeglichen. Und im sozialistischen Vergleich zu den anderen Ostblockstaaten stand die DDR gut da.

Tödlich für die volkswirtschaftliche Bilanz war natürlich die Diskrepanz zwischen Einkauf und Verkauf! Das war das Ende der DDR und nachfolgend war es für die Betreibe tödlich, mit sozialen Klötzen an den Beinen in Konkurrenz mit gewinnorientierten Westuntenehmen treten zu müssen. Zusammen mit der Aufwertung der Währung auf die harte DM war damit das Ende besiegelt!

Das Märchen von der maroden Wirtschaft der DDR hat mit der Legende vom Wirtschaftswunder infolge des Marshallplanes eines gemeinsam:

Es ist nicht wahr - aber politisch wirkungsmächtig.

Diese Lüge ermöglichte vor 30 Jahren die weitgehende Zerstörung der industriellen Infrastruktur und schützt heute noch vor nachfragen bezüglich der Treuhand. Gleichzeitig haben zahlreiche Konzerne - nicht nur in Westdeutschland - von diesem Raubzug satt profitiert.

Was den Menschen in der DDR vielleicht deutlich mehr geholfen hätte, wäre eine Konföderation mit der BRD gewesen, die die internationalen Märkte nicht verschlossen und sogar neue Förderungs- und Kooperationsmöglichkeiten erschlossen hätte. Ganz sicher aber hätte der Kahlschlag durch die Treuhand verhindert werden müssen. Dieser hat die DDR deindustrialisiert und zahllose Bürger in Arbeitslosigkeit und Not geschickt. Gleichzeitig hat der Westen die Altersversorgung eines ganzen Landes zerstört!

Wenn man die DDR immer mit der BRD vergleicht ist das genauso gut als vergleiche man Äpfel mit Birnen. Es ist menschlich vollkommen in Ordnung aber deshalb nicht richtig. Wenn man die beiden Wirtschaften vergleicht sollte man mit den Startbedingungen nach 1945 beginnen. Die waren für die DDR bedeutend schwieriger, da hier zu den Kriegszerrstörungen die beide Seiten hatten, noch einmal die Reparationsleistungen an die Sowjetunion bis 1954 dazu kamen und zum Zweiten die Schaffung der Grundlagenindustrie. Diese lag bis auf die Chemie komplett im Westen. Damit lag die Wirtschaft der DDR zum Start 1945 ca. 70% hinter Westdeutschland, zum Ende der DDR waren es noch ca. 40%. Was unsere Großeltern und Eltern geleistet haben kann man erst ermessen wenn man mitbetrachtet dass der gesamte Westen uns nicht gerade mit Liebe überschüttet hat. Die COCOM- Liste ist da ein gutes Beispiel! Dadurch wurde die DDR gezwungen das Fahrrad oftmals noch einmal zu erfinden, weil sie vom internationalen Handel in wichtigen Bereichen abgeschnitten war.

Wir waren damals (bis 1989) viel in den Volks Eigenen Betrieben (VEB) unterwegs, schon unsere damalige
1/3 Theorie wurde kürzlich durch einen renommierten Beitrag bestätigt und ging somit auf!
1/3 der DDR Betriebe war konkurrenzfähig, vorausgesetzt man hätte ihnen Zeit zur Anpassung gelassen, was man ja auch nicht wollte. Wer holt sich schon gerne Konkurrenz ins Haus?
1/3 währe mit geringen Aufwand wieder flott zu machen gewesen.
1/3 war Schrott und ist zu Recht abgewickelt worden.

Die jenigen welche im November auf die Straße gingen und Helmut, Helmut geschrieen haben, hätten mal lieber im Staatsbürgerkundeunterricht aufpassen sollen. Da haben wir gelernt was Kapitalismus bedeutet. Nur ein Narr konnte von der Entwicklung, die dann kam, überrascht sein. Was uns überrascht hat war die absolute Brutalität des Ganzen, mehr aber auch nicht.

Nun ja, Vorbei ist Vorbei! Solange die junge Generation DDR-Errungenschaften als neu erfindet, sehen wir noch eine Chance für eine menschlichere Gesellschaft.

Ihr Lutz Lehmann

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